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Bedingungen für Dolmetschaufträge

1.    Allgemeines


Die Dolmetscher werden auf dem Gebiet des Dolmetschens tätig. Die Dolmetscher üben ihre Tätigkeit als freiberufliche, eigenständige Dolmetscher aus und werden diese nach bestem Wissen unter Berücksichtigung ihrer Erfahrungen und Kenntnisse erfüllen.

 

2.    Honorar und Arbeitsbedingungen


Das Honorar für die Dolmetscheraufträge wird als Tageshonorar oder nach Absprache stundenweise zzgl. MwSt. in Rechnung gestellt. Abgesehen von der reinen Dolmetschleistung am Tag der Veranstaltung umfasst es ebenfalls die organisatorische Vorbereitung des Einsatzes, die Einarbeitung in das Thema, Terminologierecherche im Vorfeld, Nachbereitung, Terminologiepflege nach dem Einsatz usw. Stunden gelten als volle Stunden.


Die normale Arbeitszeit der Dolmetscher wird 3 bis 3 1⁄2 Stunden am Vormittag und 3 bis 31⁄2 Stunden am Nachmittag nicht überschreiten. Angemessene Pausen sind vorzusehen.


Die Zeit des Hin- und Rückweges wird der reinen Dolmetschzeit hinzugefügt und mit dem jeweiligen Stundenhonorar berechnet. Spesen (Verpflegung, Fahrtkosten, Übernachtung etc.) gehen zu Lasten des Auftraggebers. Ab 17 Uhr und am Wochenende bzw. an Feiertagen wird ein Zuschlag von l00 % erhoben. Zusätzlich zum Stunden- bzw. Tageshonorar werden berechnet:

  • ½ Tageshonorar als Tagegeld, wenn der Dolmetscher nicht im Einzugsgebiet des Dolmetschortes wohnt und am Tag zuvor anreisen muss.
  • Reisekosten: PKW wird mit 0,30 EUR pro Km hin- und zurück berechnet, Bahnfahrt 1. Klasse, bei Flugreisen innerhalb Europas Economyklasse.
  • 1/2 Tageshonorar pro Einarbeitung beim Kunden (Briefing).
  • Die Berechnung von Tageshonorar und Tagegeld erfolgt für die gesamte Dauer des jeweiligen Auftrages einschließlich der arbeitsfreien Tage.
  • Der Auftraggeber verpflichtet sich, dem Auftragnehmer rechtzeitig vor Beginn der Dolmetschtätigkeit geeignetes Informationsmaterial zur Verfügung zu stellen (s. Absatz 5). Für Schäden, die durch Unterlassung entstehen, haftet der Auftragnehmer nicht.

 

3.    Nutzungs- und Urheberrechte


Bei einer Dolmetschleistung gilt das gesprochene Wort, d. h. ihr Produkt ist zur sofortigen Anhörung bestimmt, die Nutzungs- und Urheberrechte verbleiben bei den Dolmetschern. Soll ein Mitschnitt der Dolmetschleistung zur späteren Nutzung angefertigt werden, ist vor der Veranstaltung die Zustimmung der Dolmetscher einzuholen. Direktmitschnitte werden zusätzlich zum Tageshonorar in Rechnung gestellt. Jede weitere Verwendung (z. B. Direktübertragung) bedarf einer gesonderten vertraglichen Vereinbarung. Der Auftraggeber haftet auch für unbefugte Aufnahmen durch Dritte.

 

4.    Dolmetschen zwischen zwei Fremdsprachen


Dolmetschen von einer Fremdsprache in eine andere bedingt, wenn nicht anders vereinbart, einen Zuschlag von 100 %.

 

5.    Aushändigen der relevanten Unterlagen


Der Auftraggeber ist verpflichtet, den Dolmetschern so bald wie möglich, spätestens jedoch 14 Tage vor Konferenzbeginn, einen vollständigen Satz aller einschlägigen Unterlagen (z. B. Arbeitsprogramm, Tagesordnung, Berichte, Referate, Anträge) in allen Sprachen, soweit vorhanden, in die und aus denen die Dolmetscher dolmetschen sollen, auszuhändigen.


Von sämtlichen Schriftstücken und Manuskripten, die während der Konferenz verlesen werden, erhalten die Dolmetscher spätestens am Vortag der Verlesung eine Kopie, die bis einschließlich Verlesung und Behandlung des Schriftstücks oder Manuskripts bei ihnen verbleibt. Wird diese Frist nicht eingehalten, so werden die Dolmetscher von ihrer Leistungspflicht entbunden.

 

6.    Vertraulichkeit


Die Dolmetscher sind verpflichtet, sämtliche ihnen bei der Ausführung ihrer Tätigkeit bekannt werdenden Informationen streng vertraulich zu behandeln und keinen Nutzen daraus zu ziehen.

 

7.    Expresszuschlag


Bei Buchung innerhalb von 24 Stunden vor Dolmetschbeginn wird ein Zuschlag von 100 % erhoben.

 

8.    Dolmetschanlagen


Bei Dolmetschanlagen übt ProLinguo eine rein vermittelnde Tätigkeit aus; eine Haftung diesbezüglich ist ausgeschlossen.


Ortsfeste Simultankabinen und –anlagen müssen den Anforderungen der ISO-Norm 2603, transportable den Anforderungen der ISO-Norm 4043 entsprechen. Die Dolmetscher müssen aus der Kabine direkte Sicht auf den jeweiligen Redner, in den Sitzungssaal und auf evtl. genützte Projektionswände haben. Die Verwendung von Fernsehmonitoren ersetzt die direkte Sicht nicht.


Der Auftraggeber ist verpflichtet zu gewährleisten, dass die Dolmetscher die zu dolmetschenden Texte mit bestmöglicher Qualität hören können. Ggf. sind geeignete Mikrofonanlagen einzusetzen. Es ist sicherzustellen, dass jeder Sprecher die vorhandenen Mikrofone benutzt. Es ist weiterhin sicherzustellen, dass der gedolmetschte Text die Zuhörer erreicht, ohne dass die Teilnehmer, die im Original hören, gestört werden. Personenführungsanlagen (sog. Flüsteranlagen) sind kein geeigneter Ersatz für Simultandolmetschanlagen.

 

9.    Videokonferenzen


Bei Videokonferenzen ist der Auftraggeber dazu verpflichtet, die Dolmetscher von Anfang an in die Planung einer Videokonferenz einzubinden und mit ihnen die Bedingungen für die Durchführbarkeit einer solchen Konferenz zu klären. Die Arbeitsbedingungen müssen den ISO-Normen 2603 und 4043 sowie CEI 914 entsprechen. Die Tonqualität muss im 125–150 Hertz-Bereich liegen. Hochauflösende Monitore sind unerlässlich. Höchstarbeitszeit: 2 Stunden täglich. Sog. Teledolmetschen (Dolmetschkabinen im Nebenraum) ist unzulässig. Weitere Einzelheiten sind im „Videokodex für Auftraggeber“ der nationalen und internationalen Organisationen von Konferenzdolmetschern enthalten.

 

10.    Rücktritt vom Auftrag


Tritt der Auftraggeber vom Vertrag zurück, ohne dass der Auftragnehmer hierzu Anlass gegeben hat, sind vom Auftraggeber Ausfallgebühren zu zahlen:

  • Bei Ausfall eines bestätigten Auftrags bis 10 Werktage vor Einsatzbeginn werden 50 % der vereinbarten Pauschale in Rechnung gestellt.
  • Bei Ausfall eines bestätigten Auftrags ab 10 Werktage vor Einsatzbeginn werden 100 % der vereinbarten Pauschale in Rechnung gestellt.

 

Stand: 18.01.2018

 

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